Testbericht

Ledlenser MT10




Testbericht Ledlenser MT10

Durch unseren Partner Ledlenser bekamen wir die Möglichkeit, die Taschenlampe MT10 auf Herz und Nieren zu testen. Da gerade ein Herbsturlaub anstand, haben wir die Taschenlampe mitgenommen und sie kam in vielen verschiedenen Aktionen zum Einsatz. Selbstverständlich wurde auch ein Nachtcache absolviert. Die MT10 erwies sich dabei als durchaus geeignet. Lest hier unseren ausführlichen Testbericht.


Technische Daten

Hier zunächst einmal eine Übersicht über die technischen Daten der MT10, wie sie vom Hersteller Ledlenser angegeben werden:

LED

LED-Konfiguration 1 x Xtreme LED
Leuchtkraft MAX 1000 lm - MIN 10 lm
Leuchtweite MAX 180 m - MIN 20 m
Leuchtdauer MAX 144 h - MIN 6 h

Batterie und Gehäuse

Batterie 1 x 18650 3.6V
Batteriekapazität 11.52 Wh
Wasserdichtigkeit IPX4
Staubdichtigkeit IP5X
Wiederaufladbar Ja

Größe und Gewicht

Länge (defokussiert) 128 mm
Kopfdurchmesser 32 mm
Gewicht 156 g

Verpackung

Die Verpackung der MT10 ist hochwertig verarbeitet und optisch ansprechend (siehe Abbildung 1). Die wichtigsten Fakten, wie Lumenangabe, Leuchtweite und Leuchtdauer sind direkt auf dem Deckel zu finden. Weitere Angaben befinden sich auf der Rückseite, bzw. an den Seiten der Kartonage.
Zum Öffnen der Verpackung muß das an der Vorderseite angebrachte Zugband gezogen werden und die Verpackung lässt sich öffnen (siehe Abbildung 2). Ein Wiederverschließen ist aufgrund der beiden Magnetverschlüsse jederzeit möglich.
Die aufgeklappte Verpackung besteht im Wesentlichen aus 2 Teilen. Im unteren Bereich befindet sich die Taschenlampe und im etwas kleineren oberen Bereich sämtliches Zubehör.

Zubehör

Zum Zubehör der MT10 gehören neben dem 3,6V Akku auch eine Gürteltasche, eine Trageschlaufe und ein USB-Kabel (siehe Abbildung 3). Des Weiteren gibt es eine doppelseitige, bebilderte Anleitung, ein mehr als doppelt so großer Zettel mir Sicherheits- und Warnhinweisen und die Registrierungskarte um die Taschenlampe zu registrieren und eine 7-Jahres-Garantie auf das Produkt zu erhalten.

Taschenlampe MT10

Die Taschenlampe selber besteht aus Aluminium. Der Schaft, in dem der 3,6V Akku Platz findet, ist 9cm lang. Am hinteren Ende befindet sich die Möglichkeit, die Trageschlaufe anzubringen. Seitlich am Schaft befindet sich außerdem ein fest angebrachter Gürtelclip, der auch verhindert, dass sich die MT10 selbstständig macht umd wegrollt.
Die Leuchteinheit der MT10 befindet sich im 4cm langen Kopf. Durch herausziehen des Kopfes lässt sich der Lichtkegel fokussieren. Dadurch verlängert sich die Taschenlampe um ca. 5mm.
Der Multifunktionsknopf ist Ein-/Ausschalter, Ladeanzeige und Modiumschalter in einem. Dazu später bei der Erläuterung der Funktionen mehr.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Multifunktionsknopfes befindet sich die USB 3.0 Ladebuchse unter einer Gummiabdeckung.

Modus Auswahl

Die Taschenlampe MT10 verfügt über drei Modi, die sich über den Multifunktionsknopf "programmieren" lassen. Die unterschiedlichen Helligkeitsstufen kann man in Abbildung 6 (geringste Leuchtstärke), Abbildung 7 (mittlere Leuchtstärke) und Abbildung 8 (volle Leuchtstärke) erkennen.


Mode 1 Mode 2 Mode 3
Reihenfolge
- volle Leuchtstärke
- mittlere Leuchtstärke
- geringste Leuchtstärke

- geringste Leuchtstärke
- mittlerer Leuchtstärke
- volle Leuchtstärke

- volle Leuchtstärke
- mittlere Leuchtstärke
- geringste Leuchtstärke
- Stroboskopeffekt
Zeit 10 Sekunden 13 Sekunden 16 Sekunden
Bestätigung einmaliges aufleuchten zweimaliges aufleuchten dreimaliges aufleuchten
Tabelle 1

In Tabelle 1 haben wir die drei unterschiedlichen Modi aufgelistet. Hat man sich für seinen persönlichen Favoriten entschieden und hat diesen einprogrammiert, ist die MT10 auf diesen Modus eingestellt und leuchtet bei Einschalten der Taschenlampe über den Multifunktionsknopf wie angegeben. Selbstverständlich lässt sich der eingestellte Modus jederzeit ändern.

Mode 1

Entscheidet man sich für den Mode 1, muss der Multifunktionsknopf im ausgeschalteten Zustand für 10 Sekunden gedrückt gehalten werden. Ein einmaliges Aufleuchten der Taschenlampe bestätigt die Einstellung. Die Taschenlampe strahlt nun beim Einschalten auf voller Leuchtstärke. Eine weitere kurze Betätigung des Multifunktionsknopfes innerhalb von 2 Sekunden stellt die Taschenlampe auf mittlere Leuchtstärke. Eine weitere dritte Betätigung schaltet die MT10 auf die geringste Leuchtstärke.

Mode 2

Entscheidet man sich für den Mode 2, muss der Multifunktionsknopf im ausgeschalteten Zustand für 13 Sekunden gedrückt gehalten werden. Ein zweimaliges Aufleuchten der Taschenlampe bestätigt die Einstellung. Die Taschenlampe strahlt nun beim Einschalten auf geringster Leuchtstärke. Eine weitere kurze Betätigung des Multifunktionsknopfes innerhalb von 2 Sekunden stellt die Taschenlampe auf mittlere Leuchtstärke. Eine weitere dritte Betätigung schaltet die MT10 auf die vollste Leuchtstärke.

Mode 3

Entscheidet an sich für den Mode 3, muss der Multifunktionsknopf im ausgeschalteten Zustand für 16 Sekunden gedrückt gehalten werden. Ein dreimaliges Aufleuchten der Taschenlampe bestätigt die Einstellung. Die Taschenlampe strahlt nun beim Einschalten auf voller Leuchtstärke. Eine weitere kurze Betätigung des Multifunktionsknopfes innerhalb von 2 Sekunden stellt die Taschenlampe auf mittlere Leuchtstärke. Eine weitere dritte Betätigung schaltet die MT10 auf die geringste Leuchtstärke. Zusätzlich kann bei jeder Helligkeitseinstellung der Multifunktionsknopf gedrückt gehalten werden. Die MT10 fängt dann nach kurzer Zeit stroboskopartig an zu Blinken, was zur taktischen Abwehr in Gefahrensituationen dient.

Fokus

Die Taschenlampe MT10 lässt sich sehr einfach fokussieren. Dafür wird der Taschenlampenkopf ca. 5mm herausgezogen. In Abbildung 4 wird eine Wand mit voller Leuchtstärke aus ca. 1 Meter Entfernung unfokussiert angestrahlt. Abbildung 5 zeigt den identischen Aufbau mit fokussierter Taschenlampe.

Taschenlampe sperren

Damit sich die Taschenlampe nicht durch unbeabsichtigtes drücken des Multifunktionsknopfes einschaltet (z.B. in der Gürteltasche oder im Rucksack), kann sie gesperrt werden. Dazu muss der Multifunktionsknopf im ausgeschalteten Zustand für 19 Sekunden gedrückt werden. Eine Bestätigung folgt durch 4maliges Aufleuchten der MT10. Entsperren erfolgt durch Drücken des Multifunktionsknopfes für 5 Sekunden. Bestätigt wird die Entsperrung durch ein einmaliges Aufblinken der Lampe. Das ist eine durchaus sinnvolle Funktion um unbeabsichtigtes Einschalten zu verhindern.

Akkustatus

Bei Betätigung des Multifunktionsknopfes wir gleichzeitig der Akkustatus für ca. 2 Sekunden angezeigt (siehe Abbildung 9). Leuchtet der Multifunktionsknopf grün, ist der Akku voll geladen. Orange zeigt der Knopf bei einem Ladezustand von ca. 50%. Bei rot sollte der Akku geladen werden.

Akku laden

Über das beigefügte USB-Kabel kann die Taschenlampe praktischerweise überall dort aufgeladen werden, wo der Zugang zu einem USB-Port gewährleistet ist. Wir haben den USB-Port im Cachemobil zum Laden wärend der Anreise zum Nachtcache genutzt. Durch das sehr kurze USB-Kabel hing die Lampe am Kabel und konnte nirgendwo abgelegt werden. Das kann aber selbstverständlich bei jedem Cachemobil anders sein. Ein Laden am PC ist problemlos möglich. Ebenso an einer Powerbank.

Praxistest

Natürlich wollte die MT10 auch noch einem ausführlichem Praxistest unterzogen werden. Zunächst machten wir einen langen Nachtspaziergang durch Orte, Felder und Wälder um alle Funktionen und natürlich insbesondere die Helligkeit der Taschenlampe zu testen. Da ein "Nachtspaziergang" im November bereits um 17 Uhr starten konnte, hatten wir uns hinterher noch für einen Nachtcache entschieden. Bei dem normalen Spaziergang schalteten wir die Taschenlampe innerhalb geschlossener Ortschaften auf die geringste Helligkeit. Ausserhalb spielten wir mit der mittleren und vollsten Helligkeitsstufe. Es ist durchaus beeindruckend, wie hell eine so kleine und handliche Taschenlampe sein kann. Der Spaziergang verlief problemlos. Doch nun der richtige "Cachertest"; ein Nachtcache. Wir hatten uns im Vorfeld für die Nachtwache (GC3QTVT) entschieden. Ein Nachtcache mit ca. 3km Länge und sechs Stationen, an denen es galt, Aufgaben zu erledigen. Ein guter Cache also, um alle Funktionen und Helligkeitsstufen ausgiebig zu Testen. Auf dem Weg zum Nachtcache nutzten wir die Gelegenheit, die MT10 über unseren USB-Anschluß im Auto nochmal "nachzutanken". Eine gute Entscheidung wie sich im Nachinein zeigen sollte, denn für den NC benötigten wir länger als gedacht.
Parkplatzkoordinaten gab es nicht und so suchten wir uns in einer Seitenstrasse ein ruhiges Plätzchen um unser Cachemobil abzustellen. Dann ging es zum Start. Da dieser an einer Strasse lag, und mit Verkehr zu rechnen war, nutzten wir die niedrigste Helligkeitsstufe um niemanden zu blenden.
Direkt nach dem Start ging es aber in den Wald und wir konnten erst auf die mittlere und dann auf die volle Helligkeitsstufe der Taschenlampe zurückgreifen. Das war auch dringend notwendig um alle (noch vorhandenen) Reflektoren zu finden. Zwischendurch schienen schon einige zu fehlen.
An den einzelnen Stationen, die verhältnismäßig gut zu finden waren, nutzten wir wieder die niedrigste Helligkeitsstufe um die Aufgaben von den laminierten Zetteln abzulesen und zu lösen. Dabei fiel uns der einzige kleine Kritikpunkt auf. Leuchtet die MT10 z.B. eine ganze Weile auf voller Helligkeit und man möchte sie herunterregeln, muss die Taschenlampe erst kurz ausgeschaltet und dann (um die Helligkeit zu regulieren) wieder eingeschaltet werden. Dies funktioniert nur, wenn der Multifunktionsknopf "aktiv" ist, also leuchtet. Nach einer Weile erlischt nämlich die Anzeige des Multifunktionsknopfes und die Regulierung ist erst nach einer Betätigung des Knopfes wieder möglich. Dadurch steht man erstmal eine kurze Zeit im Dunkeln.

Fazit

Alles in allem aber ein Meckern auf hohem Niveau. Die Akkuleistung war mehr als ausreichend für den gesamten Abend. Die MT10 lässt sich sehr gut Bedienen und ist duch ihr Gewicht auch kein Problem auf längeren Touren. Die Halteschlaufe erwies sich als gute Möglichkeit die Hände an den Cachestationen frei zu haben. Die hochwertige Gürteltasche erfüllt ebenso ihren Zweck wie auch der fest installierte Gürtelclip. Die Möglichkeit die MT10 per USB im Auto zu laden ist ein weiterer Pluspunkt. Unterwegs kann sie auch mittels einer Powerbank geladen werden.
Durch die Schutzklassen IPX4 und IP5X ist sie Spritzwasser- und Staubgeschützt.
Da wir (glücklicherweise) weder überfallen, noch sonstwie die Art der Taktischen Verteidigung nutzen mussten, blieb uns der Stroboskopeffekt und seine Wirkung erspart.


Positiv Negativ
+ einfache Bedienung
+ geringes Gewicht
+ gute Ausleuchtung (drei Helligkeitsstufen)
+ Leuchtmodi programmierbar
+ sperren der MT10, um ungewolltes Einschalten zu verhindern
+ Laden über USB z.B. im Auto möglich
+ gute Verarbeitung
+ Ladestandsanzeige
+ 7 Jahre Garantie bei Registrierung
- Leuchtstärke umstellen nach längerer Benutzung erst nach Ausschalten möglich
- kurzes USB-Ladekabel

Bildergalerie

Anklicken zum vergrößern

Abb. 1: Verpackung

Abb. 2: Verpackung geöffnet

Abb. 3: MT10 und Zubehör

Abb. 4: MT10 unfokussiert

Abb. 5: MT10 fokussiert

Abb. 6: MT10 geringe Helligkeit

Abb. 7: MT10 geringe Helligkeit

Abb. 8: MT10 mittlere Helligkeit

Abb. 9: MT10 mittlere Helligkeit

Abb. 10: MT10 volle Helligkeit

Abb. 11: MT10 volle Helligkeit

Abb. 12: MT10 Batterieanzeige

Abb. 13: MT10 Größendarstellung


Testbericht

Ledlenser MT10